Wenn nicht alles nach Plan läuft
Der zweite Spleißfinder an der Wankbahn sollte eigentlich ein Projekt ohne große Überraschungen werden. Schließlich hatte das ROTEC-Team bereits im Jahr zuvor ein baugleiches System an der Wankbahn erfolgreich installiert und in Betrieb genommen.
Damals verlief alles wie geplant. Deshalb gingen wir auch bei der Installation des zweiten Systems mit einem guten Gefühl an die Arbeit. Die Anlage war bekannt, die Technik ebenfalls und die Erfahrungen aus dem ersten Projekt waren durchweg positiv.
Doch kurz vor dem geplanten Saisonstart zeigte sich, dass die Inbetriebnahme diesmal etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern würde.
Kurz vor Saisonbeginn
Im Test-Betrieb traten einzelne Meldungen auf, die genauer untersucht werden mussten. Die Ursache ließ sich zunächst nicht eindeutig eingrenzen und war weder in den ersten Messungen noch bei den ersten Analysen sofort erkennbar.
Gleichzeitig rückte das erste große Sommerwochenende näher. Für den Betreiber war klar: Die Bahn sollte pünktlich in die Saison starten.
Auch für das ROTEC-Team stand deshalb fest, dass die Situation direkt vor Ort analysiert werden musste.
Mehr als nur ein Vor-Ort-Termin
Also wurden Messgeräte, Ersatzteile und weiteres Material ins Auto geladen und Sebastian und Benni machten sich auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen.
Die ersten Untersuchungen lieferten wichtige Hinweise. Allerdings zeigte sich schnell, dass sich die Ursache nicht mit einem einzigen Termin beheben ließ.
Deshalb blieb es nicht bei einer Anreise. Sebastian fuhr erneut zur Wankbahn, führte weitere Messungen durch und analysierte gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten.
Schritt für Schritt verdichteten sich die Erkenntnisse. Mit jeder Messung wurde klarer, an welcher Stelle angesetzt werden musste.
Unterstützung durch Timeswipe
Ein wichtiger Baustein bei der Analyse war das ROTEC-eigene Messsystem Timeswipe, das ursprünglich von Panda aus Hamburg entwickelt worden war und von ROTEC vollständig erworben wurde. Die zusätzlichen Messdaten halfen dem ROTEC-Team dabei, die Ursache der Auffälligkeiten Schritt für Schritt einzugrenzen und gezielt nach Lösungen zu suchen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse ergänzten die Experten weitere elektronische Komponenten und optimierten die Abschirmung einzelner Bereiche. Die anschließenden Tests zeigten, dass die Maßnahmen den gewünschten Effekt hatten.
Was am Ende zählt
Am Ende konnte die Wankbahn wie geplant in die Sommersaison starten.
Für die Fahrgäste blieb der gesamte Aufwand im Hintergrund. Für das ROTEC-Team war das Projekt dagegen eine Erinnerung daran, dass selbst bei bekannten Anlagen und bewährten Systemen nicht immer alles auf Anhieb vorhersehbar ist.
Entscheidend ist in solchen Situationen nicht, dass man sofort jede Antwort kennt. Entscheidend ist, dass man dranbleibt, erneut vor Ort geht und gemeinsam mit dem Kunden so lange nach der Ursache sucht, bis eine Lösung gefunden ist.
Genau das war an der Wankbahn gefragt.
ROTEC – we make ropes safe.
Im Bild:


