Abnahme 6er-Sesselbahn Fellberg II: ROTEC prüft die moderne Seilbahntechnik in Steinach Thüringen.
Im Skigebiet Silbersattel am Fellberg in Thüringen entstand mit der neuen Fellbergbahn II ein zukunftsweisendes Seilbahnprojekt.
Die Stadt Steinach realisierte die Anlage als Erbauer und Betreiber, während die Doppelmayr Gruppe für die Seilbahntechnik verantwortlich ist.
ROTEC begleitete die Abnahme der 6er-Sesselbahn als unabhängige Sachverständige Stelle.
Besonders hervorzuheben ist, dass in Steinach die erste autonome Bergstation Deutschlands umgesetzt wurde. Zum Einsatz kommt das System AURO-CLD, auch bekannt als Autonomous Ropeway Operation. Dadurch ergeben sich neue technische Möglichkeiten, aber auch erhöhte Anforderungen an Sicherheit und Kontrolle.
Strukturierter Ablauf der Abnahme
Die Abnahme der Fellbergbahn II folgte einem klar definierten Ablauf. Zunächst prüften die ROTEC-Sachverständigen Dirk Moll und Marcus Liebscher alle relevanten Planunterlagen bereits während dem Bau.
Vor der Inbetriebnahme kontrollierten sie sämtliche Funktionen der Seilbahn. Dazu zählten unter anderem die Stationen, die Steuerung, die Sicherheitseinrichtungen sowie der Maschinenraum.
Währenddessen überprüften sie den Betrieb unter realistischen Bedingungen. Dadurch konnten mögliche Abweichungen frühzeitig erkannt werden. Gleichzeitig stellte ROTEC sicher, dass alle Systeme wie vorgesehen zusammenarbeiten.
Rettungsübung als fester Bestandteil der Abnahme
Ein wesentlicher Teil der Abnahme ist die Rettungsübung. Diese Übung führten die Sachverständigen gemeinsam mit der Bergwacht durch.
Dabei wurde der Ablauf einer Personenbergung realitätsnah simuliert. So lässt sich sicherstellen, dass im Ernstfall alle Beteiligten schnell, koordiniert und sicher handeln können.
Die Rettungsübung ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Abnahme. Sie trägt maßgeblich zur Betriebssicherheit der Seilbahn bei.
Seilprüfung mit ROPESYS vor Betriebsfreigabe
Vor der offiziellen Inbetriebnahme führten die Sachverständigen außerdem eine erste Seilprüfung durch. Dabei kam das ROPESYS Seilprüfgerät zum Einsatz.
Mit dieser Technik ließ sich sowohl der innere als auch der äußere Zustand des neuen Förderseils erfassen.
Durch diese Prüfung entstehen belastbare Messdaten. Gleichzeitig dient sie als Referenz für zukünftige Prüfungen. Dadurch erhöht sich die Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus der Anlage.
Gutachten und behördliche Freigabe
Nach Abschluss aller Prüfungen erstellten Dirk Moll und Marcus Liebscher ein umfassendes Gutachten. Darin dokumentierten sie sämtliche Ergebnisse der Abnahme. Dieses Gutachten übermittelte ROTEC anschließend an die zuständige Behörde.
Auf dieser Grundlage erteilte die Behörde die Freigabe der Anlage. Erst danach konnte die Fellbergbahn II offiziell in Betrieb gehen.
Zukunftsorientierte Seilbahntechnik in Thüringen
Mit der Abnahme der Fellbergbahn II begleitet ROTEC ein Projekt mit hoher technischer Bedeutung. Die Kombination aus autonomer Bergstation und moderner Seilbahntechnik und strukturierter Abnahme zeigt, wie sich Seilbahnen weiterentwickeln.
ROTEC trägt mit unabhängiger Prüfung, klaren Prozessen und fundierter Expertise entscheidend zur Sicherheit und Zuverlässigkeit solcher Anlagen bei.
ROTEC – we make ropes safe.
Im Bild:


